Über uns

“Mehr als 13 Prozent der unter 18-Jährigen in Kirchheim leben an der Armutsgrenze oder darunter. Dieses Ergebnis aus dem Bericht zur Kinderarmut, den die Stadt im September vorgelegt hat, schreckte alle auf. Man einigte sich darauf, einen Bildungs- und Sozialfonds aus der Taufe zu Heben.”
(Teckbote 30.06.2009)

“Starkes Kirchheim – Allen Kindern eine Chance” ist eine Solidaritätskampagne von Kirchheimer Bürgerinnen und Bürgern, Kirchheimer Unternehmen und der Stadt Kircheim unter Teck!

steuerungskreis

“Wir sehen unsere persönliche und berufliche Aufgabe darin, diejenigen Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die benachteiligt sind, die geringere Chance haben oder am rand der Gesellschaft stehen. Wir finden ein jedes Kind hat das Recht auf Chancengleichheit.”

Der Kreis der Akteuere ist unbegrenzt erweiterbar! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, die Entwick lungs perspektiven für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu verbessern.

Diese Aktion braucht Ihre Unterstützung.

Zur Sachlage

Der städtische Bericht zum Thema Kinderarmut

Mit Sitzungsvorlage vom 10.09. 2008 hat die Verwaltung über Kinderarmut in Kirchheim und deren Auswirkungen ausführlich berichtet. Es bestand im Gemeinderat Konsens darüber, dass mit Blick darauf, dass in Kirchheim allein 13 % der Kinder unter 18 Jahren in Familien leben, die Leistungen nach SGB II oder dem Wohngeldgesetz beziehen, Maßnahmen für mehr Chancengleichheit im Bereich Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ergriffen werden müssen. Hinzu kommen die Kinder, die in Familien leben, deren Einkommen nur knapp über den gesetzlichen Leistungs- ansprüchen liegen und die von keiner Seite Unterstützung erhalten.

Der städtische Bericht über Kinderarmut hat vielfach Beachtung gefunden und Problembewusstsein erzeugt. In den Gesprächen mit der Freien Wohlfahrtspflege sind die dargestellten möglichen Maßnahmenfelder sehr begrüßt worden. Die Verbände sind bereit, mit ihrem Fachwissen die Stadt zu unterstützen und im Rahmen ihrer Kontakte zu einkommensschwachen Familien über Hilfen entsprechend zu informieren. Der Bildungsbeirat hat sich ebenfalls ausgiebig mit dem Thema befasst und eine Vielzahl von Anregungen für die Umsetzung gegeben.

Seit der Berichterstattung im September 2009 hat sich durch eine Gesetzesänderung eine kleine Erleichterung für Kinder von Leistungsbeziehern ergeben: Ab Schuljahr 2009/2010 erhalten Schüler bis zur Jahrgangsstufe 10 einen jährlichen Einmalbetrag zum Schuljahresbeginn in Höhe von 100,– e für Schulbedarf. Außerdem wurden von der ARGE zwischenzeitlich die Zuschüsse für die Teilnahme an einem Schullandheimaufenthalt bedarfsgerecht angepasst.

Die Reaktion: Kirchheimer Bürger werden aktiv

Der Armutsbericht hat bei einem Kirchheimer Unternehmer große Betroffenheit ausgelöst. Sein persönliches zentrales Anliegen ist es, die Bildungschancen für Kinder gleich zu gestalten. Dies hat ihn dazu bewogen, in den nächsten 3 Jahren 87.000 Euro in einen neu gebildeten Bildungs- und Sozialfonds der Stadt einzubringen.

Die Spende ist zweckbestimmt für die folgenden Maßnahmen zu verwenden:

Für Sozialpassinhaber wird

- der Preis für ein Essen an den Schulen auf 1,00 Euro ermäßigt

- der Preis für ein Essen in den städtischen Kindertageseinrichtungen auf 1,00 Euro ermäßigt, sofern die Kosten nicht die Jugendhilfe übernimmt

- der Beitrag für die Ferienbetreuung im Rahmen der Ganztagesschule auf 3,00 Euro für Essen und Material reduziert

- der Beitrag für Ferienmaßnahmen in der Stadt um 50 % ermäßigt

- zur Einschulung ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 150,00 Euro ausbezahlt

- zum Schuljahresanfang eine Pauschale für Schulbedarf in Höhe von 100,00 Euro an Schüler ausbezahlt, die keinen Anspruch auf entsprechende Leistung nach SGB II oder XII haben

- der Kursbeitrag für Kinderangebote (bzw. Eltern/Kind-Angebote) bei Musikschule, Familienbildungsstätte und Volkshochschule um 50 % ermäßigt

Mit der Spende ist die Erwartung verbunden, dass die Mittel des BSF ausschließlich und ohne Aufwendungen für Verwaltung usw. den Maßnahmen für Kinder zugute kommen. Es ist bereits ein Steuerungskreis unter der Leitung der Oberbürgermeisterin entstanden, der zweckentsprechende Mittelverwendung sicherstellt.

Das Ziel: Kirchheimer Vision der Zukunftsmacher

Das Klima der Solidarität soll sowohl den einzelnen Bürger/Bürgerin als auch Firmen, Gruppierungen usw. erfassen. Jeder und Jede ist aufgefordert an dieser Gemeinschaftsaufgabe mitzuwirken. Mit einem entsprechenden Marketing sollen den benachteiligten Familien die Unterstützungsangebote bekannt gemacht und bei allen anderen um ihre Beiträge geworben werden.

Der Steuerungskreis BSF wird bereits professionell unterstützt durch Kirchheimer Unternehmen und deren Dienstleistungen. Sämtliche Werbemittel die bisherhergestellt wurden, um dieses Aktionsbündnis zu bewerben und so das Netzwerk auszuweiten, wurden komplett und unentgeltlich von Kirchheimerunternehmen zur Verfügung gestellt.

Jeder kann was tun: Solidarisch- sozial – verantwortungsvoll

Der Kreis der Akteuere ist unbegrenzt erweiterbar! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, die Entwick lungsperspektiven für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu verbessern. Wer bereit ist etwas zu tun – sich mit Geld, Aktionen und persönlichem Engagement einzubringen ist willkommen.

Diese Aktion braucht Ihre Unterstützung.

Weitere Informationen erhalten Sie

im Haus der Sozialen Dienste

Wiederholtplatz 3

73230 Kirchheim unter Teck

Telefon 07021-502364